200 Year's Bahá’u’lláh

 

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Inspired by the life and teachings of Bahá’u’lláh, millions of people worldwide will celebrate the 200th anniversary of His birth on the 21st and 22nd of October 2017.

https://bicentenary.bahai.org/ Celebrations from Around the Globe

Bahá’u’lláh was born in Tehran in 1817. Two centuries later, the day of His birth is celebrated around the world alongside the birth of the forerunner of His Revelation, the Báb, born in 1819 on the day before the birth of Bahá’u’lláh according to the calendar used in Persia. These Twin Holy Birthdays are celebrated by Bahá’ís and their friends as one annual festival where the closely interwoven lives and missions of these two Divine Luminaries are remembered together.

Mullá Ḥusayn, der erste Buchstabe des Lebendigen (Jináb–i–Báb)

Loslösung – Gottvertrauen – Dienstbarkeit – unbezähmbarer Mut – unbändige Entschlossenheit

Mullá Ḥusayn, Sohn eines nicht ganz armen Färbers und einer sehr gebildeten Dichterin, wurde im Jahre 1813 in Bushrú‘í geboren. Er war ein sehr begabter junger Mann, der seine traditionelle theologische Ausbildung bereits mit 18 Jahren abgeschlossen hatte und mit Siyyid Káẓim in Kontakt stand.

Zu diesem Zeitpunkt verstarb sein Vater und er musste als Ältester von fünf Kindern für seine Familie sorgen. Die Familie folgte ihm nach Karbilá, Irak, wo damals die größten islamischen Theologen residierten und wo er die folgenden elf Jahre Schüler von Siyyid Káẓim war. Siyyid Káẓim setzte von Anfang an großes Vertrauen in Mullá Ḥusayn, den er bald bevollmächtigte, an seiner statt komplizierte Fragen von Suchenden zu beantworten.

Schließlich suchte Siyyid Káẓim einen geeigneten Gesandten, um in Iṣfáhán, wo die Shaykhí-Bewegung in großer Bedrängnis war, den führenden Theologen Siyyid Muḥammad Báqir von der Rechtmäßigkeit der Shaykhí-Bewegung zu überzeugen. Unter allen Schülern suchte er Mullá Ḥusayn aus und schickte ihn auf die lange Reise (1000 Meilen). Nach vielen Monaten der Reise betrat dieser das Anwesen des wohlhabenden Báqirs und seiner Elitestudenten und stand ihm ohne jegliche Vorbereitung noch in Reisekleidung Rede und Antwort. Im Laufe mehrerer Gespräche konnte er ihm alle seine Zweifel nehmen. Báqir bezeugte schriftlich die Größe der Shaykhí-Bewegung und blieb bis zu seinem Lebensende (vor 1844) ein treuer Anhänger der Bewegung.

Mullá Ḥusayn schickte das schriftliche Bekenntnis an den hocherfreuten Siyyid Káẓim. Insgesamt blieb Mullá Ḥusayn zwei Jahre im Auftrag von Siyyid Káẓim im Iran. Er unterrichtete ihn ständig über seine Aktivitäten und handelt nach Siyyid Káẓims Anweisungen. Obwohl sie sich nicht mehr persönlich trafen, blieb Mullá Ḥusayn, wie verschiedene Briefe von Siyyid Káẓim zeigen, sein engster Schüler.

Nachdem Mullá Ḥusayn schließlich alle Aufträge ausgeführt hatte, kehrte er zurück nach Karbilá, wo er bestürzt feststellen musste, dass Siyyid Káẓim inzwischen verstorben war. In den nächsten Tagen traf Mullá Ḥusayn mit den wichtigsten Schülern Siyyid Káẓims zusammen, um Informationen über dessen letzte Weisungen zu erhalten. Er war äußerst verwundert, als keiner der Schüler der letzten Aufforderung Siyyid Káẓims gefolgt war, nämlich die Stadt zu verlassen und nach dem Verheißenen zu suchen.

Den Rest der Geschichte kennen wir. Nach 40 Tagen des Fastens begibt sich Mullá Ḥusayn zusammen mit seinem Bruder und seinem Neffen auf die Reise. Vor den Toren der Stadt Shíráz trifft er einen jungen Mann mit grünem Turban. Warum er den Weg nach Shíráz wählte, ist nicht ganz klar. Eine Überlieferung sagt, dass am Tag seiner Abreise eine Frau Mullá Ḥusayn gebeten hat, ihr einen Traum zu deuten. Sie erzählte, dass sie im Traum einen Platz sah, wo eine Gruppe von Menschen stand, die gemeinsam äußerten, dass binnen kurzem die Sonne über Shíráz aufgehen würde.

Nach der Erklärung des Báb blieb Mullá Ḥusayn für 40 Tage der einzige Gläubige. Trotz all der Schwierigkeiten und Mühsal, die er in seinem Leben zu erdulden hatte, berichtete er selbst einem Freund: „Meine härteste Zeit waren diese 40 Tage, an denen ich der einzige Gläubige des Báb war und mir aufgetragen war, dieses Geheimnis für mich zu behalten und es mit niemandem teilen zu dürfen!“

Anders als bei Christus, der Seine Botschaft zunächst den einfachsten Leuten vermittelte (Petrus war ein Fischer, der noch nicht einmal den Kalender kannte und seine Fische in sieben Haufen teilte, um zu wissen, wann Sabbat war!), war der erste Anhänger des Báb der Gebildetste der Shaykhí-Schüler von Siyyid Káẓim. Er hatte mit seinen 31 Jahren bereits die größten Gelehrten des Iran argumentativ besiegt, um sich dann innerhalb von wenigen Minuten vollständig einem Jugendlichen zu unterwerfen, der theologisch ungebildet und sieben Jahre jünger war als er selbst!

Im Weiteren nimmt ‒ anders als von ihm erwartet ‒ der Báb nicht Mullá Ḥusayn mit auf Seine anschließende Pilgerreise, sondern Quddús. Mullá Ḥusayn schickt Er hingegen als Verkünder Seiner Sendung auf eine Lehrreise nach Iṣfáhán, Káshán, Qum, Ṭihrán und Mashhad. Der Báb hatte ihn dabei auf ein besonderes Geheimnis in Ṭihrán vorbereitet und es war dort, wo er das Vorrecht bekam, Bahá'u'lláh zu lehren! Allerdings traf er Ihn zu diesem Zeitpunkt nicht persönlich. Am Ende seiner Reise sollte er dem Báb einen Bericht schicken, was auch geschah.

Kleiner Exkurs zur Zeitberechnung: Der Weg von Shíráz über Ṭihrán nach Mashhad betrug über 1100 Meilen (1800 km); hinzu kommen weitere 1000 Meilen (1600 km): Der Transportweg des Briefes, den Mullá Ḥusayn von Mashhad aus schickte, nach dessen Erhalt der Báb Seine Pilgerfahrt antrat und sich Anfang Oktober 1844 in Búshihr auf einen Segler einschiffte. All dies ereignete sich in maximal 90 Tagen. Berechnet man die damals übliche Zeit fürs Reisen oder den Brieftransport, war dies nur möglich, wenn Mullá Ḥusayn auf seiner Reise wenig bis gar nicht bzw. auf seinem Reittier geschlafen hat!!

Mullá Ḥusayn hatte überall großen Erfolg. Als sein Bericht ankommt, ist es die Erklärung Bahá’u’lláhs, die überwältigende Freude beim Báb und bei Quddús auslöst, wie Augenzeugen später berichten. Der Báb hatte auf diese Nachricht gewartet und begab Sich erst dann auf Pilgerreise.

Auf seinen weiteren Reisen trifft Mullá Ḥusayn erstmals persönlich Bahá'u'lláh in Ṭihrán (von dieser Begegnung gibt es leider keinerlei Bericht) und dann auch Ṭáhirih in Qazvín, die sehr beeindruckt gewesen sein muss, denn sie preist anschließend in Briefen seine Größe. In Mázindarán entdeckt er, wie vom Báb vorausgesagt, einen besonderen, verborgenen Schatz: Quddús. Diesen hatte er zwar zuvor bereits getroffen, aber dessen Bedeutung wurde ihm erst dort klar. Quddús ist zehn Jahre jünger als Mullá Ḥusayn und behandelt diesen zunächst als einen großen Lehrer. Bis Mullá Ḥusayn einige Schriften von Quddús studiert und dessen wahre Größe erkennt. Seine Bewunderung und Hochachtung für Quddús ist so groß, dass er sich später ‒ tödlich verwundet ‒ auf seinem Sterbebett aufrichtet, als Quddús das Zelt betritt, und fragt, ob er zufrieden mit ihm sei.

Ergänzungen:
Mullá Ḥusayn als Krieger:

Er war Theologe, der Schilderung nach schwach und gebrechlich, hatte eine zitternde rechte Hand und litt sehr wahrscheinlich an Herzproblemen. Dennoch führte er – angetan mit dem Turban des Báb und mit gehisstem Schwarzen Banner ‒ die dann kommenden Schlachten um Shaykh Ṭabarsí an, schlug Baum und Mann mit einem Schlag seines Säbels durch und kannte auch im Kugelhagel der Feinde kein Zurück.

Mullá Ḥusayn und die Theologie:

Als Mullá Ḥusayn mit einem Freund an einer theologischen Schule vorbeigeht, sagt er:
„Never from this School has come learning - This House of ignorance is fit for burning.” *
Der Freund meint: „Aber wenn solche Schulen große Leute wie Dich hervorgebracht haben, sind sie dann nicht allen Lobes wert?“ „Nein! Diese Bildung hat mich dazu gebracht, mit meinem Herrn zu argumentieren!“

Zu seinem Namen:

Der Báb gab Mullá Ḥusayn verschiedene Namen. Der Báb nennt Sich Selbst nur im 1. Jahr Seiner Sendung „Báb“ und Mullá Ḥusayn „Bábu’l-Báb“; danach verleiht Er ihm aber den Titel „Báb“ und nennt sich „Siyyid-i-Dhikr“ (das Gedenken Gottes, remembrance of God). So kündigen in Shaykh Ṭabarsí die Bábí Mullá Ḥusayn an mit den Worten: „Jináb-i-Báb“ (das ist „Seine Ehren, der Báb“).

Stufen der Enthüllung der Rangstufe des Báb:

Laut Mehrabkhani war sie dreistufig: Zuerst nannte Er sich „Báb“, dann „das Gedenken Gottes“ und schließlich „der Verheißene Qá’im“. Letzteres bei der öffentlichen Anhörung von Theologen in Anwesenheit des Kronprinzen in Tabríz. Allerdings hat Er von Anfang an die drei Kriterien einer Manifestation erfüllt: Eigene Erklärung als Manifestation Gottes, das Offenbaren von Versen und die Verkündigung neuer Gesetze.


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* “Wissen kam von dieser Schule nimmer – dieses Haus der Dummheit taugt allein für’s Feuer.“
Quelle: Mehrabkhani, Ruhuʼllah. Mullá Husayn: Disciple at Dawn. Los Angeles/USA, 1987

Die Welt neu erschaffen - Niemand zurücklassen

 

Eine Erklärung der Bahá'í International Community zur 63. Tagung der Kommission zum Status der Frau

Auf einer Ebene kann Sozialschutz als eine Reihe von Strategien und Programmen zur Verringerung von Armut und Verletzlichkeit verstanden werden. Ein Thema, das so wichtig ist wie die Bereitstellung von sozialem Schutz für alle, insbesondere für die am stärksten gefährdeten Personen, von denen die meisten Frauen und Kinder sind, muss im Lichte einer größeren Wahrheit betrachtet werden: dass die gesamte Menschheit eins ist und die gesamte Menschheit von den reichen Ressourcen unserer gemeinsamen Heimat profitieren muss. Dass alle Menschen das Recht haben, ein Leben in Würde zu führen, mit der Möglichkeit, eine qualitativ hochwertige Ausbildung zu erhalten, Zugang zur Gesundheitsversorgung zu erhalten, ihre spirituellen Werte zu praktizieren und ihren Beitrag zum Wohl ihrer Gemeinschaften zu leisten, indem sie arbeiten und gesunde Familien pflegen und zoziale Dienste anbieten sollte inzwischen eine akzeptierte Wahrheit sein.

Die ganze Menschheit ist eins,
und die ganze Menschheit muss vom Überfluss der
Ressourcen unserer gemeinsamen Heimat profitieren.

 

Darüber hinaus ist eine klare Implikation der Einheit der Menschheit, dass Frauen und Männer gleich sind. Die wachsende Anerkennung sowohl der Einheit als auch der Gleichstellung von Frauen und Männern ist ein Kennzeichen der Moderne - und ein Zeichen dafür, dass allmählich eine globale Zivilisation entsteht, die von Gerechtigkeit, Gegenseitigkeit, Wohlstand und Gerechtigkeit geprägt ist. Dennoch muss der volle Ausdruck der Einheit in allen Facetten des Lebens erst noch verwirklicht werden. in der Tat kann sich seine Verwirklichung manchmal unerreichbar anfühlen. Dass Frauen und Mädchen häufig am härtesten von den Ungerechtigkeiten betroffen sind, die in der gegenwärtigen Ordnung der Gesellschaft entstehen, ist angesichts der historischen Kräfte, die zu dieser Ordnung geführt haben, nicht überraschend. Während die wachsende Akzeptanz des Prinzips der Einheit eines der größten Vermächtnisse des 20. Jahrhunderts war, basieren viele der ideologischen Grundlagen der vorherrschenden Gesellschaftssysteme auf Werten, die der Einheit entgegenstehen. Ideale der Ausgrenzung, des Glaubens an die inhärente Überlegenheit einiger Gruppen gegenüber anderen und des Vertrauens in den Gegner als Mittel zur Erzielung von Fortschritt sind in der DNA der Gesellschaftsstrukturen verankert. Was dann folgt, ist, dass das Prinzip der Einheit nicht oberflächlich auf diese übertragen werden kann; Die Systeme und Strukturen der Gesellschaft müssen neu gestaltet werden, um Einheit zu verkörpern.

Eine kritische Frage vor einem so wichtigen Gremium wie den Vereinten Nationen und den Mitgliedstaaten, aus denen es besteht, ist, wie die Kapazitäten und kollektiven Kräfte aller Völker der Welt, einschließlich Frauen und Mädchen, genutzt und freigesetzt werden können. Über die institutionellen Implikationen hinaus erfordern die Prinzipien der Einheit und Gleichheit tiefgreifende Veränderungen auf der Ebene der Kultur. Niemand ist frei von den hohen Forderungen der Gerechtigkeit; Alle werden aufgefordert, ihre eigenen Einstellungen, Werte und Beziehungen zu anderen ständig zu überprüfen.

Niemand ist frei von den hohen Forderungen der Gerechtigkeit;
alle werden dazu aufgefordert
ständig ihre eigene Einstellungen, Werte und Beziehungen
zu Anderen
zu überprüfen.

 

Beseitigung wirtschaftlicher Ungleichheiten

Aufgrund sozialer und kultureller Normen und Ungleichheiten sind Frauen während ihres gesamten Lebenszyklus besonders verwundbar. In vielen Ländern es für Frauen viel wahrscheinlicher als für Männer, ihr Einkommen zu verlieren und in Armut zu geraten. Selbst in den wirtschaftlich am weitesten fortgeschrittenen Gemeinden haben Frauen aufgrund ihrer reproduktiven Rolle oft nicht die gleichen Rollen und Verantwortlichkeiten in der Belegschaft erhalten wie ihre männlichen Kollegen. Es gibt viele Hindernisse, die Frauen und Mädchen daran hindern, Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen zu erhalten und von einer starken Infrastruktur zu profitieren.

Governance-Systeme, die kollektive Sicherheit, ökologische Nachhaltigkeit und eine gerechte und gerechte Wirtschaftsordnung fördern, müssen diese dauerhaft beseitigen. Aufgrund ihrer zentralen Bedeutung für den Sozialschutz verdienen angemessene wirtschaftliche Regelungen besondere Beachtung.

Extreme Konzentrationen von Wohlstand haben zu der verzerrten Wahrnehmung geführt, dass der Welt nicht genügend Ressourcen für alle ihre Bewohner zur Verfügung stehen. Wenn man überlegt, wie man alle Menschen aus der Armut herausholen kann, besteht verständlicherweise die Versuchung, sich auf die Schaffung von Wohlstand zu konzentrieren. Die Aufmerksamkeit für Wachstum und Einkommensgenerierung allein hat sehr oft zu mehr Wohlstand für diejenigen geführt, die ihn nicht brauchen, und zu einer erhöhten Benachteiligung für diejenigen, die dies tun.

Regulierungsstrukturen, die es einer kleinen Anzahl ermöglichen, unbeschreibliche Mengen an materiellen Ressourcen für sich und ihre Angehörigen anzuhäufen, können nicht aufrechterhalten werden. Solange Wirtschaftsmodelle moralische Erwägungen wie Gerechtigkeit und Vertrauenswürdigkeit weiterhin ignorieren und externalisieren, wird die globale finanzielle Instabilität weiter zunehmen und die gesamte Menschheit wird kämpfen.

In der Tat sind weltweit die Folgen der Umweltzerstörung zu spüren. Wirtschaftliche Paradigmen in den meisten Industrieländern behandeln Umweltauswirkungen jedoch als Externalität. Dies hat zur Verarmung der ländlichen Gemeinden, zur Ausbeutung schutzbedürftiger Bevölkerungsgruppen und zur raschen Verschlechterung der natürlichen Welt geführt. Es entstehen vielversprechende neue Modelle, die Fragen der Wirtschaft im Lichte der Planetengrenzen berücksichtigen. Diese Modelle sollten untersucht werden, um ihr Potenzial sowie ihre Grenzen zu bestimmen. Im Allgemeinen möchte die Weltgemeinschaft möglicherweise erhebliche Ressourcen einsetzen, um zu verstehen, wie Wirtschaftsmodelle, die auf Prinzipien der kollektiven Treuhandschaft, Gerechtigkeit und Gegenseitigkeit beruhen, entstehen und sich an die Bedürfnisse verschiedener Gemeinschaften anpassen können.

Die Kräfte des menschlichen Geistes freisetzen

In Gemeinden auf der ganzen Welt war ein Mangel an materiellem Wohlstand ein Hindernis für die Gewinnung, Ausbildung und Bindung qualifizierter Lehrer sowie für die Errichtung und Aufrechterhaltung von Bildungseinrichtungen.

Die Agenda 2030 betont die Stärkung der öffentlichen Infrastruktur als Mittel zur Bildung für alle. Während eine qualitativ hochwertige Bildung bis zu einem gewissen Grad von einem Fluss materieller Ressourcen abhängt, deutet die Erfahrung vieler Bahá'í-Gemeinden an der Basis darauf hin, dass selbst in den entlegensten und von Armut betroffenen Gebieten der Welt eine Fülle von Menschen vorhanden ist Ressourcen, die mit der Zeit, der Aufmerksamkeit und der klugen Kanalisierung materieller Mittel gedeihen können.

Es gibt eine Fülle von
Humanressourcen, die
mit der Zeit, Aufmerksamkeit,
und das weise Channeling
von materiellen Mitteln kann
blühen.

 

Wenn eine Gemeinde die Ressourcen bewertet, über die sie verfügt (z. B. die Fähigkeit der lokalen Bevölkerung, Herausforderungen zu identifizieren und Lösungen zu erörtern; die Großzügigkeit der Gemeindemitglieder, die bereit sind, Zeit, Talente und Materialien für den Bau einfacher Gebäude und anderer Bestimmungen zu spenden), können Einschränkungen auftreten Chancen weichen. Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass die Einleitung eines Bildungsprozesses, der sich mit der Freisetzung aller menschlichen Fähigkeiten befasst, nicht verzögert werden muss, bis eine starke Infrastruktur vorhanden ist. Eine qualitativ hochwertige Ausbildung erfordert die Beachtung des gesamten Bildungsprozesses - die Ausbildung der Lehrkräfte, die Auswahl oder Entwicklung geeigneter Lehrpläne, die Schaffung eines lernfördernden Umfelds und das Engagement der Gemeinschaft, in der sich der Lernprozess entfaltet. Diese unterschiedlichen Dimensionen können bis zu einem gewissen Grad durch materielle Ressourcen ergänzt und verstärkt werden. Noch wichtiger ist es jedoch sicherzustellen, dass Lehrer und Schüler in einen Prozess des Kapazitätsaufbaus einbezogen werden, der die Kräfte des menschlichen Geistes freisetzt.

Der menschliche Geist - der in gewissem Sinne als Sammlung von Begabungen angesehen werden kann, die Menschen von anderen Spezies, einschließlich des menschlichen Verstandes, unterscheiden - hat die Fähigkeit zu wissen, zu lieben und zu wollen. Es ist eine Kraft, die zu lange unterbewertet wurde, und als solche wurde der Menschheit eine grenzenlose Quelle des Wohlstands entzogen. Die Freisetzung seiner Kräfte erfordert eine Ausbildung, die Kindern hilft, die Fähigkeiten und Kenntnisse zu entwickeln, die erforderlich sind, um sowohl ihren Charakter zu verändern als auch ein produktives Leben zu führen.

Der menschliche Geist - 
der in gewissem Sinne als Sammlung von Begabungen angesehen werden kann,
die Menschen von anderen Spezies,
einschließlich des menschlichen Verstandes,
unterscheiden -
hat die Fähigkeit zu wissen, zu lieben und zu wollen.

 

Dies würde die Beschäftigung mit Literatur und Kunst, die wissenschaftliche Ausbildung, die Beherrschung technischer Fähigkeiten, die Fähigkeit zur Teilnahme an individuellen und kollektiven Entscheidungsprozessen und die Entwicklung der Fähigkeit zur Ermittlung von Bedürfnissen und zur Beratung bei Lösungen umfassen. Während sich ihre Fähigkeiten allmählich entwickeln und in der Gemeinschaft zum Ausdruck kommen, entstehen jene Künste, Wissenschaften, Innovationen, Philosophien und Ethiken, von denen die Zivilisation abhängt.

Die Unfähigkeit, Frauen und Mädchen in jeder Phase ihres Lebens sozial zu schützen, ist nur eines der Symptome einer veralteten Gesellschaftsordnung. Dies erfordert, dass die derzeitige Ordnung durch politische Änderungen, durch die Verabschiedung gerechter Gesetze und durch Maßnahmen zur Schließung der Lücken extremer Ungleichheiten an ihre Grenzen stößt. Diese Veränderungen werden sich, obwohl notwendig, als unzureichend erweisen, um die neuen Lebensmuster hervorzubringen, die es allen Menschen ermöglichen, zu gedeihen.

Angesichts der Tatsache, dass viele der Systeme und Strukturen der Gesellschaft genau darauf ausgelegt waren, Herrschaft und Ungleichheit zu stärken, müssen erhebliche Ressourcen auch für das Erlernen wirksamer Modelle von Regierungsführung, Bildung und Wirtschaft verwendet werden, die auf einer völlig neuen Reihe von Prinzipien beruhen: Die Menschen sind eins und Frauen und Männer sind gleich, sodass die entstehenden Kräfte des Kollektivs durch Kooperation und Gegenseitigkeit freigesetzt werden können und dass der Fortschritt der Menschheit durch die uneingeschränkte Beteiligung aller Menschen an der Neugestaltung der Welt erheblich unterstützt wird.

Die Menschen sind eins, ... 
Frauen und Männer sind gleich,
... die aufstrebenden Kräfte
des Kollektivs können durch
Zusammenarbeit und Gegenseitigkeit
freigegeben werden,
und ... der Fortschritt der Menschheit wird sehr gestärkt werden
durch die volle Teilnahme aller Menschen
bei der Schaffung einer neuen Welt.

 

Dieser Artikel ist eine nicht autorisierte Übersetzung nach bestem Wissen der Übersetzers ohne Garantie.

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